Am Sonntag noch wollte sie die Krise durchstehen, am Dienstag schon will sie durchstarten: "Vielleicht trete ich ja an als CSU-Vize", sagte Gabriele Pauli jetzt dem Stern, dem Schwester-Magazin übrigens von Park Avenue, der Illustrierten, der die Landrätin mächtig gram ist…
Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass hat am Wochenende sein Engagement in der Künstlerinitiative "Wir für Naumann" im Hamburger Wahlkampf angekündigt. Damit schart SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann neben Ex-Kanzler Gerhard Schröder den zweiten prominenten Wahlhelfer um sich. Fehlt für den perfekten Wahlkampf nur noch Peter Hartz, meint die FAZ. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Grass auf der Leipziger Buchmesse. Gewohnt pointiert und zielsicher zu Grass' spätem SS-Bekenntnis und dem neuen Gedichtband "Dummer August" schreibt Henryk M. Broder auf Spiegel Online.
Da ist den Kollegen von Park Avenue ein echter Scoop gelungen: Die berüchtigte Fürther Landrätin Gabriele Pauli berüchtigt in Szene gesetzt… Glückwunsch! Frau Pauli fand die Magazin-Strecke anschließend nicht mehr so gut. Und das meint ChrisCrash von Cicero dazu. Am Wochenende legten die Christsozialen nach: Generalsekretär Markus Söder nannte Gabriele Pauli die "Tatjana Gsell der CSU".
"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu": Der streitbare Liedermacher Wolf Biermann ist seit heute der 115. Ehrenbürger Berlins. Am Nachmittag ehrte ihn der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Das Zähneknirschen des Laudators war nicht zu überhören. Die in Berlin mitregierende PDS hatte zuvor die Ernennung des 1976 aus der DDR ausgebürgerten Dichters abgelehnt. Sie bleibt sich damit bis heute unerträglich treu, wie dieser "Schwarzer Kanal"-Beitrag von "Sudel-Ede" (Biermann) Eduard von Schnitzler zeigt:
Ein sehr persönliches Gespräch mit Biermann über seine Zeit als Jude in der DDR lesen Sie hier.
Dieses Bild entstand in der Picasso-Sammlung des jüngst verstorbenen Kunstmäzen Heinz Berggruen. Hier schreibt Berggruen, wann und wie er Picasso persönlich kennenlernte. Kurz vor seinem Tod besuchte der Fotograf Peter Badge Heinz Berggruen. Dabei entstand das wahrscheinlich letzte Foto.
Es gibt einen Ort auf Mallorca, dessen Fassaden erinnern an die heruntergekommenen Straßenzüge von Havanna: Alte Reklametafeln, verwaschene Farben, blätternder Putz, kurz: hübsche Hässlichkeit. In Arenal scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: